ÜBER MICH

seit mehr als 30 Jahren bin ich auf meinem Glaubensweg der durch viele esoterischen Richtungen wieder zurück zum Christentum geführt hat. All die Jahre hindurch hat mich das Studium sämtlichen Schriften aus dem Urchristentum nie losgelassen. Die neueren Funde aus Nag Hammadi und die Qumran - Schriften eingeschlossen. Darüberhinaus gibt es eine große Anzahl Apokrypher - Evangelien und vor allem die wesentlich bedeutsameren aber wenig bekannten sogenannten „Urchristen“ der frühen Christenheit, die zum großen Teil in der BKV „Bibliothek der Kirchenväter“ mit über 60 Bänden und unzähligen Erklärungen, zusammengefasst werden. Die eigentlichen Urtexte machen dabei nur einen Bruchteil aus.

3 PERSONEN IN GOTT?

in der Christenheit glaubt man seit Jahrhunderten an die sogenannte Trinitätslehre. Eine Vorstellung von Gott in 3 Personen 

wovon der Menschen aufgrund der zugrundeliegenden Idee automatisch auf 3 Götter kommt. Diese Trintitätslehre oder

Denkvorstellung von Gott gab es im Urchristentum in dieser Weise nicht. Sie wurde erst um 328 n. Chr. auf einem kirchlichen

Konzil (in Nizäa) entwickelt und später auf dem Konzil zu Konstantinopel (381 n. Chr.) und weiteren Konzilen in der heutigen

Form „beschlossen“.

Auf dieser Seite soll auf Grundlage sämtlicher frühchristlichen Schriften VOR diesem fragwürdigen Konzil und anhand sämtlicher Aussagen der ersten Apostel, die sich auf das Gottesverständnis beziehen, nachkonstruiert werden, wie die Vorstellung von Gott und Jesus Christus in der Zeit der Apostel tatsächlich war. Dies ist offensichtlicher und klarer als viele denken und auch ich gedacht habe. Neben vielen (nicht berücksichtigten) gnostischen Texten gibt es die Zusammenfassung der sogenannten „Schriften der Kirchenväter“ siehe BKV . Bibliothek der Kirchenväter ist hierbei eine unglückliche Formulierung. Es suggeriert es handle sich um die Begründer der späteren katholischen Kirche. Das ist keineswegs der Fall. Es handelt sich schlicht um die ersten Apostel unmittelbar nach Paulus deren Schriften unglaublich wertvoll und aufschlussreich sind! Denn sie geben ein erstaunlich einheitliches Bild der Lehre der ersten Christen über die ersten 2 Jahrhunderte wieder. Der Bruch ab dem Jahre 328 n. Chr. ist dabei deutlich zu erkennen, so dass man von einer einheitlichen urchristlichen Lehrtradition NUR bis zu dieser Zeit sprechen kann. Dies ist entscheidend, da sie deutlich von der heutigen abweicht. Diesen Unterschied so authentisch wie möglich dazustellen ist der Sinn und die Aufgabe dieser Webseite! Nicht berücksichtigt werden hier, wie schon erwähnt, sämtliche gnostische Evangelien und Episteln. Wenn man sich, wie der Verfasser dieser Seite, seit langer Zeit mit dem Urchristentum befasst, kann man aufgrund der typischen Begriffe und Erlösungsideen diese leicht von der ansonsten sehr einheitlichen und homogenen Vorstellung der zahlreichen frühchristlichen Apologeten unterscheiden. Man muss nur wissen, wie die verbreitete Weltanschauung der Gnostiker damals war. Sie war eine echte Gegenbewegung des Urchristentums die man vereinfacht mit der heutigen Esoterik vergleichen kann. Es geht und ging auch dort in der Grundauffassung darum, dass der Mensch selber Gott ist und entsprechend keinen Erlöser braucht, sondern nur einen Lehrer, der ihm diese „Wahrheit“ (Gnosis) der Selbsterlösung wieder aufzeigt. Leider wird die Trinitätslehre und die Folgen die sie auf den Glauben hat auch von den Freikrichen und der Evangelikalen Bewegung nicht erkannt. Sie wird genau so „nachgebetet“ wie sie von den großen Kirchen über Jahrhunderte „vorgebetet“ wurde. Es scheint wenig Interesse noch Mühe vorhanden zu sein, sich auf die frühen Apostel der Urchristenheit beziehen zu wollen. Es genügt dann auch nicht sich auf die Bibel zu berufen, da die Herangehensweise bzw. Auslegung der Bibel inzwischen eine andere ist wie sie in der Urchristenheit war. Vielen ist nicht bekannt, dass sich das Schriftverständnis der Urchristen viel wesentlicher auf den inneren Sinn der Schrift bezog, als wir uns das heute vorstellen können. Sie verstanden vielmehr die zeitlosen Metaphern und  Bilder der Schrift und konnten diese Geistig deuten. Eine herangehenweise, die spätestens in der Zeit der Reformation und ihrer extrem buchstäblichen Art der Auslegungsweise so gut wie verloren gegangen ist. Der Ausdruck des Paulus „der Buchstabe tötet“ wird von der gegenwärtigen Christenheit in diesem Zusammenhang nicht mehr verstanden. Noch weniger die Tatsache, dass dies zu einer völlig falschen und irrtümlichen Auslegung der Bibel führt die wie „Eisen und Ton“ nur deshalb noch in ihrer Brüchigkeit zusammenhält, weil sie in einer über Jahrunderte in der Kirche entwickelten und inzwischen als gemeinhin verbindlichen Exegese durchgesetzt und zementiert wurde. Siehe dazu auch den Text: „Leblose Theorie“ auf dieser Seite und wie die Herangehensweise bei der Entwicklung der Trinitätslehre war. Wie anhand der zahlreichen Texte der sehr frühen Christen hier selbstredend nachgewiesen wird, ist die Christenheit also nicht nur ein wenig vom Urchristentum abgewichen, sondern beinahe diametral. Es ist ein völlig anderes Verständnis der Schrift und des Glaubens an Jesus Christus entstanden. Am einfachsten und übersichtlichsten zeigt dies zusammenfassend die grafische Gegenüberstellung am Ende dieser Webseite auf. Siehe hier! Auch die Seite: lebenslebendig beschäftigt sich genau mit diesem Unterschied und versucht das eigentliche christliche Verständnis wieder darzustellen. Die denkwürdige Aussage Jesu: „Wird der Meschensohn, wenn er wiederkommt, noch glauben finden?“ Wird in diesem Zusammenhang erst verstanden. Denn „gläubige“ Christen gäbe es zur Zeit mehr den je auf dieser Welt, aber ist es auch der Glaube denn der wahre Hl. Geist den Urchristen gab?  WEITER
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LEBLOSE THEORIE

Wo war es nicht so? Wo war jemals etwas Heiliges, Großes und Geistvolles, wo es nicht nur eine Frage der Zeit war, bis sich Machtstrukturen bildeten, bis Eitelkeit und Geld die einstmals heiligen, kleinen und noch tiefgläubigen Zirkel in riesigen Verbänden organisiert und verwässert hatten, wo sich Alphatiere, Machtmenschen und Narzzisten an die Spitze setzten? Wir schreiben das Jahr 328 n. Chr. zur Zeit des Kaisers Konstantin. Nur ein auserlesener Kreis von Bischöfen wird zum Konzil von Nicäa zugelassen. Zweifellos kluge Leute, die endlich greifbare, verbindliche Dogmen in die so „unerträglich“ vielfältige Christenheit bringen wollen. Vielleicht ist es immer ein Ausdruck von menschlicher Macht, Kontrolle und Einfluss dem Lebendigen gegenüber auszuüben. Dem Inspirierten und Unberechenbaren in Gottes Schöpfung nicht mehr zu trauen. Wohl ist es aber der Ausdruck dessen, was Machtmenschen wohl immer selbst verloren haben. Nämlich die Lebendigkeit in Gottes Führung, weil sie nicht mehr loslassen sondern haben wollen, nicht mehr Hingabe leben sondern Herrschen wollen und irgendwann vielleicht auch nicht mehr glauben können. Die besonders Gelehrten unter ihnen verstehen sich auf wissenschaftliche Begriffe und „tiefsinnige“, fundierte und intelligent hergeleitete Begründungen. Sie tragen ihr ausgedehntes Wissen gerne zur Schau und einige verstehen sich sogar darauf, diesem den Anschein von Demut und Eifer für Gott und der gerechten Sache zu geben. Unterscheiden können dies, wie die Spreu vom Weizen, allenfalls und allezeit nur die echten, ernsthaften Christen. Zur Zeit des besagten Konzils entstanden jedenfalls viele solcher Begründungen, oft benannt nach ihren Begründern wie: Athanasianer, Arianer, Doketisten, Manichäisten, Adoptianisten, Marcellianer, Sabellianer, Modalisten, Subordinatianisten, Patripassianer, Monarchianer und später die  Makedonianer, Pneumatomachen, Altnizänern und viele mehr. Und viele philosophische und pseudophilosophische Begrifflichkeiten wie: Ein-Hypostasen, Drei-Hypostasen, Subordination, Emanation und so weiter. Es gäbe dagegen nichts einzuwenden, wenn da einfach Gelehrte sind, die sich gerne in ihrer Eitelkeit ergehen und über Dinge streiten, die ein reines Gedankenkonstrukt sind und dem sprichwörtlichen Vogel gleichen, den man seziert und in alle Einzelteile zerlegt um nach seinem Leben zu suchen. Aber sie gehen in ihrer Macht meist auch dazu über anderen diese Erkenntnisse aufzudrücken und gemeinverbindlich zu machen. Es ist der Sauerteig der Pharisäer, vor dem schon Jesus eindringlich warnte und der ansteckend, durchsäuernd und verführend ist. Denn oft kann man Dinge nicht in Worte fassen, spürt vielleicht nur, dass da etwas nicht stimmt. Und nicht selten gibt es auch gar keine Worte für das heilige, tiefe, wortlose Verstehen des Geistigen, inspiriert vom Heiligen Geist. Es ist dann verführerisch doch den Begrifflichkeiten zu verfallen und sich auf's „Glatteis“ führen zu lassen, in die Welt der Gedankenkonstrukte derer, die sie ersonnen haben. Wie viele Christen mögen zur damaligen Zeit geschwiegen haben, geschwiegen und gebetet haben. Das Unabwendbare wie dunkle Gewitterwolken heraufziehen gesehen haben? Auch wenn sie sicher noch viel mehr gesehen haben in Gottes Vorsehung, das sie wiederum getröstet hat. Es muss jedenfalls sehr weh getan haben mitanzusehen wie „Obrigkeiten“ mit theologischen oder philosophischen Spitzfindigkeiten versuchten Gott zu ergründen. Ohne Bezug auf das Wort Gottes und ohne Bezug auf eine tiefere, geistige Entsprechung aus dem Leben und Erleben eines lebendigen Christen. Die frühchristlichen Apostel und Apologeten haben dies ganz bewusst nicht getan, da bin ich inzwischen der festen Überzeugung. Leider wurde und wird ihnen das so ausgelegt, als hätten sie das Thema noch nicht durchdrungen oder verstanden. So jedenfalls immer wieder die herablassende, theologische Sicht auf die ersten Christen und ihr mangelndes Verständnis der Trinitätslehre. Die frühen Christen wussten: Die Erfahrensebene, dass Jesus Christus die sichtbare Seite Gottes ist, offenbart sich jedem Christen ganz von selbst und ohne das Geheimnis vorwegzunehmen. Es geschieht auf unaussprechliche Weise wenn nicht der Mensch vor seiner Zeit in dieses eindringt, sondern über die Taufe durch die Apostel Jesu und unter Anleitung durch den Heiligen Geist ernsthaft seinen Weg geht. Das Urchristentum war eine Weisheits- und Lebensreligion und keine Glaubensreligion wie sie dies heute ist. Demensprechend bringen die ersten Christen in vielen ihrer Schriften das sogenannte Logosverständnis zum Ausdruck. Eingebetet in das Wort Gottes, ja als Ausdruck der Weisheit und Erkenntnis aus dem Wort Gottes. Im Johannesevangelium und auch anderswo ist dieser Ausdruck exemplarisch für das Erfahren mit und nicht "über" Gott. Ein abstraktes Wissen "über" Gott konnte es (und kann es) für einen lebendigen Christen nicht geben oder wurde als Sakrileg empfunden. Denn "über" Gott (oder Gott hinaus) kann es kein Wissen geben, bzw. ist dies vom Bösen. Was besagt dieses urchristliche Logosverständnis? Der schönste und am häufigsten wiederkehrende Logos-Ausdruck in der Urchristenheit und auch im Judenchristentum ist der Begriff vom "Licht der Welt" oder auch das lebendige Wasser oder das lebendige Brot das vom Himmel kommt usw. Der hellenistsich-philosophische Begriff "Logos" eignete sich dabei für die ersten Christen, um einen Anknüpfungspunkt für Nichtjuden zu haben. Er wird zum Ausdruck für das erleuchtende Licht und das tiefere Verständnis des Wortes Gottes bzw. dem inneren Sinn im Wort Gottes, welcher das Leben durch Gott für den Christen bedeutet. Die unsichtbare Seite (Liebe) drückt sich über die sichtbare Seite (Weisheit, Licht) in der ganzen Schöpfung aus wie Sonne (Wärme = unsichtbar) und ihre Strahlen (Licht = sichtbar). Während also der Vater unsichtbar ist, wie die Wärme der Sonne, so ist der Sohn sichtbar, wie das Licht der Sonne. Aber es ist EINE Sonne und nicht etwa zwei. Die Wärme entspricht der Liebe und das Licht entspricht der Weisheit. Gott ist nicht nur Liebe sondern Liebe & Weisheit, die sich über Vater (unsichtbar) und Sohn (sichtbar) zum Ausdruck bringt.  Wärme und Licht ist in der Sonne unterscheidbar, aber nicht trennbar. Ebensowenig wie die Liebe Gottes von ihrer Weisheit zu trennen ist - zu unterscheiden aber gleichwohl. In all dem wurde die menschliche Gestalt immer als göttlich verstanden und betrachtet. Gott kam nicht in unsere Gestalt, sondern wir sind in SEINER! Daher auch geschrieben steht, dass wir SEIN Abbild sind. (1.Mo. 1,27) Das ist wichtig zu verstehen, da in der jüdischen Überlieferung Gott als der eigentliche Mensch verstanden wird, auch wenn es nicht möglich war IHN zu schauen und zugleich zu leben (2.Mo. Kap. 33, 18; 5.Mo. Kap. 34,10-12) Daher sind wir das Abbild Gottes in dieser Gestalt, die wir sozusagen missbrauchen, wenn wir sündigen. Da wir sie dann nur noch äußerlich, aber nicht mehr innerlich erfüllen. Am umfassendsten und am klarsten auf den Punkt gebracht ist das urchristliche Logos-Verständnis und überhaupt das Wissen über die Entsprechungen im Wort Gottes, wie es die Urchristen hatten, in unserer neueren Zeit von Emanuel Swedenborg zum Ausdruck gebracht worden. Ich verweise in diesem Zusammenhang gerne auf meine weitere Webseite: www.emanuel-swedenborg.de Wenn ich mich also irgendwie bezeichnen wollte, dann als Swedenborgianer oder als jemand, der über das umfassende Studium der urchristlichen Schriften auf Swedenborg gekommen ist. Und dort alles noch ausführlicher und vertiefter wiedergefunden hat. Ganz herzliche Grüße Alfred Dicker von lebenslebendig